Eigenhaartransplantation

Eigenhaartransplantationen gehören in den Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie, im Volksmund auch Schönheitschirurgie genannt. Sie finden Anwendung bei Personen, die unter mangelndem Kopfhaar leiden, sei es auf Grund eines veränderten Testosteronspiegels im Körper (vor allem Männer ab dem 20. Lebensjahr) oder als Folge von Unfällen und Operationen, bei denen Kopfhautnarben entstehen können, auf denen keine Haare mehr wachsen.

Die Eigenhaartransplantation gilt heute als einzige erfolgreiche Möglichkeit innerhalb des Spektrums der Behandlung von Haarausfall. Hierbei werden die Haare, die noch an einigen Kopfhautbereichen vorhanden sind, teilweise entfernt und an anderer Stelle so transplantiert, dass sich eine insgesamt einheitlichere Verteilung ergibt.

Die Entnahme der zu transplantierenden Haare erfolgt mittels zweier unterschiedlicher Methoden: der Fue Technik und der Strip Technik.

Fue Technik zur Haarverpflanzung

Bei der Fue Technik werden kleine Stellen von Haut inklusive Haarwurzeln mittels eines sehr feinen Bohrers aus einem nicht von Haarausfall betroffenen Areal heraus gestochen. Hierbei ist kein Vernähen der Wunde erforderlich, und die Narbenbildung ist äußerst minimal.

Strip Technik zur Haarverpflanzung

Bei der Strip Technik werden feine Streifen mit intaktem Haarwuchs heraus geschnitten. Die Wunde muss anschließend vernäht werden. Auch hier entsteht nur eine minimale Narbe. Die Strip Technik ist die Methode, die am häufigsten zur Anwendung kommt.

Bei der anschließenden Transplantation der Haare wird die gewünschte Stelle der Kopfhaut entweder angebohrt oder aber eingeschnitten. Das Transplantat wird eingelegt und vernäht. In aller Regel wird es problemlos vom Körper angenommen. Mittels sich bildender Blutgefäße verbinden sich im Heilungsverlauf die versetzten Haarstellen mit der Kopfhaut. Die Fäden werden nach etwa zwei Wochen entfernt.

Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es Risiken, die vorkommen können. Hierzu gehören vor allem Wundheilungsstörungen, bei denen das Gewebe absterben kann, sowie eine übermäßige Narbenbildung.
Der Eingriff wird üblicherweise ambulant durchgeführt und geschieht unter lokaler Anästhesie. Der Zeitraum ist abhängig vom Umfang des zu transplantierenden Haares und liegt etwa bei zwei bis fünf Stunden, da es sich hierbei nicht um einen so komplizierten Eingriff wie vergleichsweise eine Beinverlängerung handelt.